Ein Blick ins Straßenbaumkonzept zeigt, wo das Problem liegt:
- 500 Bäume sollen durch das Amt für Stadtgrün und Gewässer (ASG),
- 250 Bäume im Rahmen städtischer Straßen- und Bauprojekte anderer Ämter
- und 250 Bäume durch sogenannte städtebauliche Verträge bei privaten Bauvorhaben gepflanzt werden.
Auf dem Papier klingt das logisch, doch in der Praxis scheitert es immer wieder an der Umsetzung.
Während das ASG 2023 mit nun voller Stellenbesetzung immerhin über 500 Bäume auf die Straße brachte, bleiben die restlichen 500 Pflanzungen regelmäßig aus. Vor allem in anderen Fachämtern oder bei Bauprojekten wird schnell klar: Straßenbäume haben dort keine Priorität. Und das rächt sich – Jahr für Jahr.
Hinzu kommt: Selbst dort, wo das Konzept klare Pflanzprioritäten vorgibt, wird es nicht umgesetzt. Immer wieder werden dieselben Hinderungsgründe genannt: Leitungen im Untergrund, Denkmalschutz und Brandschutz.
Diese Aspekte sind natürlich wichtig und müssen sorgfältig geprüft werden. Doch statt pauschal auf diese Einschränkungen zu verweisen, braucht es den Willen, aktiv nach Lösungen zu suchen. |