Die LIS möchte die Aufstellung eines Bebauungsplanes (B-Plan) verhindern. Denn im Rahmen dieses Verfahrens müsste detaillierter geprüft und mehr Interessen angehört werden. Das würde deutlich mehr Zeit in Anspruch nehmen. Zeit, die die LIS nicht hat. Sie will schon 2028 die Schüler:innen auf den neuen Campus einziehen lassen und nach § 34 Baugesetzbuch direkt losbauen – obwohl der Stadtrat 2021 bereits für einen B-Plan stimmte.
Durch den enormen Druck von uns Ökolöwen und Bürger:innen lenkt die Stadtbau AG nun ein. Sie will einen Teil der Fläche an die Stadt abtreten. Doch auch dieser Schritt ist nur ein Trick, um das besagte, viel umfangreichere B-Plan-Verfahren zu umgehen. LIS und Stadtbau AG erhoffen sich wohl, dadurch die Gemüter zu beruhigen, nach dem Motto: Ihr bekommt einen kleinen Park, dafür erspart ihr uns das B-Plan-Verfahren.
Die Stadtverwaltung spielt das Spiel mit, denn für sie ist die LIS ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. So wischte die Verwaltung eine Petition gegen die Bebauung von Anwohner:innen in ihrem Standpunkt vom Tisch. Sie geht nur darauf ein, dass sie die vollständige Freihaltung des Jahrtausendfeldes ablehnt. Die Forderung nach einem B-Plan ignoriert sie.
Wie die Verwaltung hier mit einer der letzten grünen Freiflächen im Leipziger Westen umgeht, ist inakzeptabel! |